Coaching Schulverpflegung

Mädchen mit Apfel in der Hand unterhält sich mit anderem Mädchen am Essenstisch.

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Das Coaching unterstützt Schulen dabei, ihre Mittagsverpflegung gesund und qualitätsbewusst zu gestalten.

Was und wie Kinder und Jugendliche essen und trinken, beeinflusst ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und Ernährungsverhalten. Die Schulverpflegung leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Sie kann Vorbild für eine gesunde Ernährung sein, die gut schmeckt, nachhaltig und ökonomisch ist. Immer mehr Schulen wollen ihr Mittagessen entsprechend gestalten. Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Oberfranken unterstützt sie dabei mit dem Coaching Schulverpflegung.
Die Bewerbungsphase ist abgeschlossen.

Voraussetzungen

Mitmachen kann jede Schule, die

  • ihren Sitz in Bayern hat
  • mindestens vier Tage in der Woche eine warme Mittagsverpflegung anbietet
  • einen Verpflegungsbeauftragten* als Ansprechpartner für den Schulverpflegungs-Coach stellt
  • ein Essensgremium** installiert, bestehend aus mindestens einem Vertreter der Schulleitung, dem Verpflegungsbeauftragten, einem Elternvertreter und dem Speisenanbieter
  • bereit ist, sich selbst aktiv in den Coaching-Prozess einzubringen und Veränderungen zu bewirken
*Verpflegungsbeauftragter: Wichtig ist es, innerhalb des pädagogischen Teams einen Verpflegungsbeauftragten zu benennen, der die Treffen des Essensgremiums organisiert und koordiniert. Er ist erster Ansprechpartner rund um das Thema Verpflegung. Der Verpflegungsbeauftragte bündelt alle Anliegen rund um den Speiseplan und bringt sie im Essensgremium ein.
**Essensgremium: Die individuellen Unterschiede und Rahmenbedingungen, die in den Kitas und Schulen vorliegen, erfordern ein systematisches Vorgehen und das Einbeziehen aller Beteiligten in einem Essensgremium. Mitglieder sind Leitung, Verpflegungsbeauftragter, Speisenanbieter bzw. Küchenteam, Elternvertreter, ggf. Schülervertreter und Träger. Gemeinsam legen Sie die Ausrichtung der Verpflegung fest. Sie treffen sich in regelmäßigen Besprechungen rund um das Thema Verpflegung.

Hinweise zum Coaching-Prozess

Grundlage
Die fachliche Grundlage des Coaching-Prozesses sind die Bayerischen Leitlinien Schulverpflegung.

Eine Checkliste definiert die Handlungsfelder:

  • Organisation/Rahmenbedingungen
  • Gesundheit/Speisenangebot
  • Wertschätzung/Kommunikation
  • Nachhaltigkeit/Lebensmittelqualität
  • Ökonomie/Kostentransparenz
Ablauf
Zu Coaching-Beginn erfolgt eine Bestandsaufnahme auf Basis der Checkliste.
Außerdem analysiert die Schule ihren Speiseplan mithilfe des Speiseplan-Checks Kita- und Schulverpflegung.
Mit Unterstützung des Coaches formuliert das Essensgremium individuelle Ziele zur Verbesserung des Mittagsverpflegungsangebots, wobei die Optimierung des Speiseplans gemäß des DGE Qualitätsstandards für die Schulverpflegung verpflichtender Bestandteil ist. In Anlehnung an die Vorgaben für die DGE-Zertifizierung ist es das Ziel, dass die Speisepläne am Ende des Coaching-Jahres mindestens 60 % der Kriterien des Speiseplan-Checks erfüllen. Außerdem muss im Laufe des Coaching-Prozesses, falls noch nicht vorhanden, ein Verpflegungsleitbild erarbeitet werden.
Mit den formulierten Zielen sollen in der Schule messbare Veränderungen im Hinblick auf das Mittagsverpflegungsangebot angestrebt werden. Um die formulierten Ziele zu erreichen, erarbeitet das Essensgremium gemeinsam mit dem Coach ein individuelles Lösungskonzept.

Ansprechpartner

Susanne Dobelke
AELF Bayreuth
Adolf-Wächter-Straße 10 - 12
95447 Bayreuth
Telefon: 0921 591-1341
Fax: 0921 591-111
E-Mail: poststelle@aelf-by.bayern.de

Rückblick

Coaching 2018/19 in Oberfranken

Die Schulen wurden von September 2018 bis Juli 2019 von einer Ernährungsfachkraft individuell gecoacht.

Freie Waldorfschule, Hof

Die Freie Waldorfschule Hof hat derzeit 290 Schülerinnen und Schüler in den Klassenstufen 1 bis 13. Sie bietet eine warme Mittagsverpflegung an. Derzeit werden täglich 100 bis 150 Essen in der Schulküche zubereitet und als Buffet angeboten. Aus Salaten, Tagessuppe, einem Hauptgang mit mehreren Komponenten und Dessert kann ein Menü frei zusammengestellt werden.
Im Coaching Schulverpflegung sollen Ausgabesituation und Speisenangebot betrachtet werden, so dass die Ausgabe zügiger erfolgt und die Bedürfnisse aller Altersklassen besser berücksichtigt werden.
Herausforderungen und Ziele des Coachings
Das vielfältige Buffet ermöglicht es allen Schülerinnen und Schülern, altersgerecht und abwechslungsreich im Sinne der DGE-Empfehlungen auszuwählen. Erst- und Zweitklässler nutzen dies noch wenig - das Coaching soll ihre Probierfreudigkeit erhöhen. Dazu werden Veränderungen in der Ausgabe und in der Begleitung der Mahlzeiten erprobt. Daneben soll das Getränkeangebot erweitert und vielfältiger gestaltet werden.
Lösungswege
Da die Erst- und Zweitklässler sich zwischen den Großen an der allgemeinen Buffetausgabe schwer tun, essen sie in einem abgetrennten Bereich des Speisesaals, in dem sie sich von einem eigenen Buffet nehmen können. Um ihre Probierlust an der breiten Gemüsepalette zu erhöhen, gibt es auf jedem Gruppentisch einen Gemüseteller mit Dipp ergänzend zum Buffet. Natürlich ist der Teller am Ende des Mittagessens immer leer.
Ergebnisse
Mittlerweile macht sich das auch am Salatbuffet bemerkbar, das nun auch von den Kleinen immer mehr angenommen wird. Eine neue, von beiden Seiten zugängliche Salatbar steht nun im Speiseraum. Im nächsten Schritt wird das Gemüse aus dem eigenen Gemüsegarten in der Schulküche verarbeitet.
Um das Getränkeangebot zu erweitern, fand kurz vor den Pfingstferien ein Aktionstag statt, an dem die Schüler beim Mittagessen kalte Drinks mit den Kräutern des Schulgartens auf Basis verschiedener Früchte- und Kräutertees ausprobieren konnten. Der Renner war eine Kräuterlimo aus Apfelschorle, mit Giersch, Minze und Gundermann aromatisiert. Diese wird es künftig abwechselnd ergänzend zu Wasser bzw. Tee beim Mittagessen geben.

Ansprechpartner und Kontakt:
Freie Waldorfschule Hof
Kolpingshöhe 3, 95032 Hof
Geschäftsführerin: Andrea Augsburg
Verpflegungsbeauftragter: Jens Bense
Coach: Edith Wagner
Internet: www.waldorfschule-hof.de Externer Link

Grundschule Igensdorf

Grundschule Igensdorf in der Außenansicht
Die Grundschule Igensdorf besuchen 262 Schülerinnen und Schüler in 12 Klassen. Seit 2017 verfügt sie über ein offenes Ganztagsangebot mit Mittagsverpflegung. Etwa 70 Kinder essen jeden Tag in der Schule, die ein nahe gelegenes Gasthaus versorgt. Der Speiseplan greift das saisonale und regionale Angebot auf.
Im Coaching Schulverpflegung sollen vor allem die Abläufe und Rituale des Mittagsessens betrachtet werden. Ziel ist, die Schülerinnen und Schüler in die Gestaltung der Mahlzeit einzubinden. Auch soll die Essatmosphäre ruhiger gestaltet und pädagogisch optimiert werden.
Herausforderungen und Ziele des Coachings
Nach der Bestandsaufnahme stehen nun folgende Aufgaben auf der Agenda der Schule:
  • Zuvorderst möchte die Grundschule ihren Tischgästen einen Speiseraum zum Wohlfühlen und mit angenehmer Lautstärke bieten.
  • Um dem Team in der Schulverpflegung mehr Sicherheit, auch hinsichtlich der hygienischen Anforderungen, zu geben, werden Fortbildungen initiiert.
  • Im Einklang mit der pädagogischen Konzeption wird ein Verpflegungsleitbild formuliert, in dem auch die Vermittlung von Esskultur verankert ist.
  • Zu all dem werden Aktionen zur Schülerpartizipation in den Abläufen der Mittagsverpflegung in Angriff genommen.
Lösungswege
Um das Leitbild für ihre Schulverpflegung und das darauf aufbauende Verpflegungskonzept erstellen zu können, diskutierte das Essensgremium nicht nur die Ziele der Schulverpflegung sondern auch, was sich daraus für Raumgestaltung und Organisation der Verpflegung ableitet. Klar war darüber hinaus, dass eine ausgewogene und abwechslungsreiche Speisenplanung, Essen, das schmeckt, und ein wertschätzendes Schulklima die Mensa zu einem Genussort machen sollte. Denn, "die Lautstärke wird von den Kindern als mittelmäßige Lautstärke empfunden."
Ergebnisse
Durch ein monatlich wechselndes Schichtsystem und eine räumliche Unterteilung des Speiseraums wurden die Essensgruppen verkleinert, so dass nun eine angenehme Lautstärke herrscht. Zudem helfen Markierungen am Boden, die Speisenausgabe, die nun klassenweise erfolgt, zu beruhigen. Mit den Kindern gebastelte Collagen schmücken nun den Raum. Speisenanbieter und Schule wollen die Kinder für gesundes und regionales Essen begeistern – durch eine altersgerechte Einstimmung aber vor allem durch den Geschmack. Das Essensangebot des Tages wird nun auf einer Staffelei vor der Mensa angekündigt.
Nach dem Essen dürfen die Kinder ihre Rückmeldung zu dem Essen geben. Kommt das Essen dann einmal nicht so gut bei den Kindern an, integriert der Speisenanbieter eines seiner neuen Rezepte in den Speisenplan.
Fazit der Schulleiterin Martina Schneider: "Die Bewertungsboxen finden bei den Schülern regen Anklang. Durch die Essensbewertung nehmen die Kinder das Essen bewusster wahr. Sie finden das Essen gut. Die Raumgestaltung durch das Bild an der Trennwand wird auch von den Kindern als sehr schön wahrgenommen. Und es ist ruhiger, nicht mehr so hektisch."

Ansprechpartner und Kontakt:
Grundschule Igensdorf
St.-Georg-Str. 20, 91338 Igensdorf
Schulleiterin und Verpflegungsbeauftragte: Martina Schneider
Coach: Tanja Lorenz
Internet: www.grundschule.igensdorf.de Externer Link

Grundschule Nordhalben

Ansicht des Schulhauses der Grundschule Nordhalben
Die Grundschule Nordhalben besuchen zurzeit 46 Kinder, von denen 30 an zwei bis vier Tagen die offene Ganztagsschule besuchen. Die Schülerinnen und Schüler essen in der ehemaligen Schulküche. Ein nahe gelegenes Gasthaus liefert das Mittagessen.
Im Coaching Schulverpflegung soll die Gestaltung der Mittagszeit dahingehend optimiert werden, dass die Schülerinnen und Schüler das Essen wertschätzen, vermehrt zu Obst und Gemüse greifen und in ruhiger, angenehmer Atmosphäre essen.
Herausforderungen und Ziele des Coachings
Nach den ersten Treffen des Essensgremiums haben sich Schule und Speisenanbieter vorgenommen, den Speisenplan vielfältiger zu gestalten:
  • Dazu sollen zukünftig einige Fleischtage aus dem Speiseplan herausgenommen und neue Gerichte wie z. B. Linsenbolognese und mehr verschiedene Gemüsesorten ausprobiert werden. Auch durch das verstärkte Angebot von Obst will das Team das Speisenangebot bunter gestalten.
  • Mit Probiertellern beim Salat und der Möglichkeit, bei den Gerichten einzelne Komponenten wählen zu können, möchte man mehr Kinder zur Teilnahme am Essen gewinnen.
Lösungswege
In den Gesprächen im Essensgremium wurde bald klar, dass die gesetzten Ziele am besten erreicht werden können, wenn sich Schule, offener Ganztag und Speisenanbieter enger ab-stimmen. Nun setzt man sich monatlich zusammen und bespricht die Eindrücke des Teams zum letzten Vierwochenspeiseplan und die Rückmeldungen der Kinder – denn sie können nach dem Essen die Gerichte mit Smileys bewerten.
In der GS Nordhalben werden die einzelnen Komponenten nun separat angeliefert und getrennt ausgegeben.
Ergebnisse
Der Speisenanbieter liefert mittlerweile viele Komponenten getrennt an, so dass beispielsweise Nudeln und Soße oder auch manche Gemüsebeilagen getrennt ausgegeben werden können. Das kommt bei den Kindern einhellig gut an. Um den Anteil fleischfreier Gerichte und Vollkorn zu erhöhen, braucht es jedoch einen längeren Atem. Es gibt nun immer mal wieder, aber regelmäßig Vollkornprodukte auf dem Speiseplan, die entweder separat oder gemischt angeboten werden. Und auch das eine oder andere neue Gericht ohne Fleisch findet nun Platz im Speiseplan.
Fazit der Schulfamilie
Die Bemühungen zahlen sich aus, wie die Beteiligten meinen: "Meine Kinder sind nun viel öfter bereit, etwas auszuprobieren." meint eine Mutter. Und auch die Schüler sind sehr angetan: "Das Essen schmeckt mir immer prima", meint ein Schüler, während ein anderer bekennt: "Ich mag am liebsten Pizza, die ohne Salami und Schinken." Und auch die Schulleitung äußert sich zufrieden: Die Zusammenarbeit im Gremium habe dazu beigetragen, dass das Essen von den Kindern noch besser angenommen und der Speiseplan optimiert wurde.

Ansprechpartner und Kontakt:
Grundschule Nordhalben
Kronacher Str. 9, 96365 Nordhalben
Schulleiterin und Verpflegungsbeauftragte: Silke Wachter
Coach: Edith Wagner
Internet: www.grundschule-nordhalben.de/ Externer Link

Jean-Paul-Mittelschule, Wunsiedel

Ansicht Jean-Paul-Mittelschule Wunsiedel
568 Schülerinnen und Schüler besuchen die Jean-Paul-Grund- und Mittelschule. Sie verfügt über einen gebundenen Ganztagszug und ein offenes Ganztagsangebot. Täglich essen ca. 155 Kinder beider Schulen in der Mensa. Sie wurde 2017 fertiggestellt und verfügt über eine Zubereitungsküche, in der die Johanniter das Essen direkt vor Ort zubereiten.
Schüler, Eltern und Lehrer treffen sich regelmäßig zu Feedbacksitzungen, um Optimierungswünsche aufzeigen. Darauf baut das Coaching Schulverpflegung auf. Neben der Kommunikation zwischen den Beteiligten sollen die Speiseplanung, die Essensausgabe und der Rücklauf unter die Lupe genommen werden.
Herausforderungen und Ziele des Coachings
Der Speiseplan-Check zu Beginn des Coachings hat gezeigt, dass die Empfehlungen der DGE zu einer altersgerechten Mittagsverpflegung bereits zu einem großen Teil umgesetzt sind. Allerdings kommen viele Schüler mit der Organisation der Essensbestellung nicht zu Recht. Diese soll daher im Coaching vereinfacht werden.
Das zweite Hauptaugenmerk des Essensgremiums liegt auf dem Ambiente in der Mensa. Im Coaching sollen Maßnahmen entwickelt werden, um die Lautstärke in der Mensa zu reduzieren. Die neuen, aber bisher noch relativ kahlen Räume will die Schule im Rahmen des Kunstunterrichts dekorieren.
Lösungswege
Da die Muttersprache vieler Schüler an der Mittelschule nicht deutsch ist, sollte fortan auf persönlichem Weg über die Essensbestellung informiert werden. Diese wird nun Eltern und Schülern bei der Anmeldung an der Schule erklärt. Daneben erklärte der Speisenanbieter das Bestellverfahren auch noch in allen Klassen. Bei einem Treffen aller Betreuer, die Essensgruppen in der Mittagszeit begleiten, diskutierten diese mit der Verpflegungsbeauftragten Mielke, wie die Atmosphäre in der Mensa und das Miteinander dort gut gestaltet werden können. Als ersten Schritt erarbeitete die Verpflegungsbeauftragte mit den Schülern Benimmregeln.
Ergebnisse
Abgesehen davon, dass die Schülerinnen und Schüler nun deutlich weniger Schwierigkeiten mit der Essensbestellung haben, ist es in der Mittagszeit in der Mensa nun erheblich ruhiger und weniger hektisch geworden. Die Tische wurden umgestellt, so dass nun immer maximal fünf Schüler zusammen sitzen. Nun ist ein Tischgespräch in angenehmer Lautstärke möglich. Da jeder Schüler einen festen Platz hat, entfällt das Gerangel um den Sitzplatz. Was ansonsten noch zum guten Ton in der Mensa der Schule gehört, können die Schüler auf dem Aushang mit den Benimmregeln lesen. Und damit sich wirklich jeder in der Mensa wohl fühlt, ist die Schule gerade dabei, zusammen mit einer Künstlerin eine Wand mit dem Schriftzug "Guten Appetit“ in verschiedenen Sprachen zu gestalten. Ganz nebenbei steigt nun schrittweise der Vollkornanteil der Gerichte.

Ansprechpartner und Kontakt:
Jean-Paul-Mittelschule Wunsiedel
Egerstr. 62, 95632 Wunsiedel
Schulleiter: Stefan Müller
Verpflegungsbeauftragte: Petra Mielke
Coach: Edith Wagner
Internet: Externer Link

Pestalozzischule Forchheim

Pestalozzischule Forchheim in der Außenansicht
Die Pestalozzischule Forchheim, ein Staatliches Sonderpädagogisches Förderzentrum, besuchen 288 Schülerinnen und Schüler im Alter von 4 bis 15 Jahren. 110 Kinder und Jugendliche sowie 35 Mitarbeiter nehmen täglich an der Mittagsverpflegung teil. Diese ist als Aufbereitungsküche organisiert, in der Hauptgerichte gekühlt angeliefert, aufbereitet und um vor Ort zubereitete Salate und Desserts ergänzt werden.
Im Coaching soll es darum gehen, die Speiseplanung zu optimieren. Das frische Angebot soll vielfältiger werden. Auch die Abläufe in der Mittagszeit und die Gestaltung der Essensräume werden betrachtet.
Herausforderungen und Ziele des Coachings
Zum Auftakt des Coachings wurden Speisenangebot und Esssituation beleuchtet. Nun geht das Essensgremium, unterstützt von seinem Coach, folgende Themen an:
  • Schule, Speisenanbieter und Coach wollen sicherstellen, dass der Speiseplan abwechslungsreich und gesund gestaltet wird und natürlich auch gut schmeckt. Dafür soll ein schulspezifisches Raster zur Planung erstellt werden. Auch die Bestellung der Speisen soll in diesem Zuge reibungsloser gestaltet werden.
  • Damit sich die Tischgäste nicht mehr gegenseitig behindern, soll eine andere Anordnung an der Speisenausgabe erprobt werden.
  • Daneben will die Schule mit selbstgestalteter Dekoration das Ambiente der Speiseräume gemütlicher machen.
Lösungswege
Mit Hilfe des erstellten Rasters, das als roter Faden für die Wochenplanung diente, wurde die Speiseplanung im Laufe des Coachings immer weiter optimiert. Dank der Nutzung des Online-Bestellportals des Speisenanbieters kann die Bestellung zügig abgewickelt werden. Um die Abläufe in der Mittagszeit zu beruhigen entwickelte das Essensgremium eine einheitliche und kreuzungsfreie Wegeführung.
Ergebnisse
Bereits im Eingangsbereich der Mensa ist das Tagesgericht auf einer Tafel angeschlagen und auf einem Probeteller ausgestellt. Durch die neue Anordnung im Speiseraum können die Schülerinnen und Schüler Hauptgericht, alle weiteren Komponenten, Getränk und Besteck auf einem Weg entgegen nehmen. Nachfragen oder doppelte Wege sind dadurch unnötig. Von den Schülern getöpferte Behälter für das Besteck, Servietten und Blümchen schaffen ein einladendes Ambiente. Das tägliche Angebot von Gemüse bzw. Salat/Rohkost und Stärkebeilage ist selbstverständlich. Immer öfter tauchen nun auch Seefisch und Vollkornprodukte im Speiseplan auf.

Ansprechpartner und Kontakt:

Pestalozzischule Forchheim
Fritz-Hoffmann-Str. 5, 91391 Forchheim
Schulleiterin: Martina Eier
Verpflegungsbeauftragte: Ursula Böhm
Coach: Melitta Ölschlager
Internet: Externer Link