Unsere Region

Unser Dienstgebiet erstreckt sich über die Landkreise Kulmbach und Kronach mit einer Gesamtfläche von 1.310* km². Hier leben 142.000 Menschen in 7 Städten sowie 33 Märkten und Gemeinden.

Mit 63.000 Hektar Waldfläche und 50.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche sind in beiden Landkreisen zusammen über 90 % der Fläche land- und forstwirtschaftlich genutzt.
(*Alle Zahlen auf dieser Seite gerundet)

Zahlen und Fakten

Unsere Region prägen im Landkreis Kulmbach 837 landwirtschaftliche Betriebe und im Landkreis Kronach 705 landwirtschaftliche Betriebe. Der überwiegende Teil der landwirtschaftlichen Fläche wird ackerbaulich genutzt. Wichtigste Anbaukultur in beiden Landkreisen ist die Sommergerste mit ca. 5.500 Hektar. Das Grünland wird überwiegend durch die Milchviehhaltung genutzt. Der Landkreis Kronach zählt mit einem Waldanteil von nahezu 60 % zu den waldreichsten Landschaften in Bayern.

Zahlen, Daten und Fakten im Landkreis Kulmbach

Der Landkreis Kulmbach umfasst eine Gesamtfläche von 65.800 Hektar (ha). Davon zählen rund 32.200 ha zur Landwirtschaftsfläche (49 %), die Waldfläche beträgt ca. 24.600 ha (37 %). Es verbleiben 9.000 ha (14 %) für sonstige Flächen (z. B. Wohnen, Gewerbe, Industrie, Verkehr u. a.).
Klima und Geologie werden im Wesentlichen durch die drei sehr unterschiedlichen Naturräume Jura (Frankenalb), Obermainisches Hügelland und Frankenwald geprägt.
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Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft
Im Landkreis sind 2,4 % der Erwerbstätigen in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt. Diese erwirtschaften einen Anteil von 1,3 % der Bruttowertschöpfung. Aufgrund der Verflechtungen mit dem vor- und nachgelagerten Bereich hängt ca. jeder 7. Arbeitsplatz von der Land- und Forstwirtschaft ab.
Betriebsstrukturen Landwirtschaft
Im Landkreis wirtschaften 837 bäuerliche Familienbetriebe (Mehrfachantragsteller) mit einer durchschnittlichen Betriebsgröße von 36,2 ha landwirtschaftliche Nutzfläche. Die Hälfte der Betriebe bewirtschaftet weniger als 20 ha Fläche, nur ein Viertel der Betriebe bewirtschaftet mehr als 50 ha.
47 % der Betriebe über 5 ha werden im Haupterwerb bewirtschaftet. Fast 9 % der Betriebe wirtschaften nach den Kriterien des ökologischen Landbaus.
Strukturwandel
Der Strukturwandel flacht aktuell ab. Gegenüber 2013 verringerte sich die Zahl der Betriebe nur noch um 1,3 %. Die Aufgabe erfolgt zumeist im Zuge des Generationenwechsels. Allerdings haben nach eigenen Angaben nur 26 % der Betriebe zur Zeit einen sicheren Nachfolger.
Flächennutzung
Von den rund 32.200 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche werden ein Drittel als Grünland genutzt, zwei Drittel als Ackerland. Im Ackerbau dominiert mit 61 % Anteil an der Fläche der Getreideanbau. Wichtigste Frucht ist die oftmals als Braugerste vermarktete Sommergerste mit ca. 4.480 ha. Mälzereien und Brauereien haben am Lebensmittelstandort Kulmbach eine lange Tradition.
Der Silomaisanbau liegt wieder auf dem Niveau der 1990er Jahre und ist den letzten Jahren von 8% auf 12% der Ackerfläche angestiegen. Die Ackernutzungen bleiben in den letzten Jahren relativ konstant.
Etwa 70 % der Nutzfläche werden nach Vorgaben von Agrarumweltmaßnahmen und rund 13 % der Fläche werden nach Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet.
Milchviehhaltung
Zur Zeit halten die 229 Milchviehhalter im Landkreis rund 8730 Milchkühe. Daraus errechnet sich ein Durchschnittsbestand von rund 38 Kühen. Nur 64 Betriebe melken mehr als 50 Kühe. Wachstum findet fast nur bei Betrieben mit über 40 Kühen statt. Rund zwei Drittel der Milchkühe steht in modernen und tiergerechten Laufställen.
In den letzten 15 Jahren hat sich die Zahl der Milchviehhalter halbiert. Die Zahl der Milchkühe sank um ein Drittel, die angelieferte Milchmenge stieg in den letzten 10 Jahren jedoch um 12,5 %. Die durchschnittliche Milchleistung der Herdbuchbetriebe beträgt aktuell 7.509 kg je Kuh und Jahr. Nur 9 % der Milchviehbetriebe im Landkreis halten mehr als 80 Kühe. In diesen Betrieben werden aber bereits 28 % aller Kühe gehalten.
Ferkel im Gras
Schweinehaltung
Die Schweinehaltung spielt landkreisweit nur eine untergeordnete Rolle. Einige wenige Betriebe haben sich stark auf die Schweinehaltung spezialisiert und weisen bayernweit Spitzenergebnisse in den Zucht- und in den Mastleistungen auf.
Die rund 10.200 Mastschweine verteilen sich auf 135 Betriebe. Etwa 40 Betriebe halten Zuchtsauen mit einem Gesamtbestand von rund 3.500 Tieren.
Forstwirtschaft
Der Landkreis Kulmbach ist mit einem Waldanteil von 35 % eine waldreiche Landschaft in Bayern. Der Zuwachs der Wälder wird bei weitem nicht genutzt. Vor allem im kleinstrukturierten Privatwald befinden sich große Vorräte, die es zu mobilisieren gilt.
Waldbesitzverteilung: 17.200 Hektar sind Privat-, 6.200 Staats- und 1.200 Kommunalwald.
Die Fichtenwälder des Frankenwaldes sind seit dem Jahrhundertsommer 2003 Haupt-schadensgebiet der Borkenkäfer, Buchdrucker und Kupferstecher. Vor allem die südwestlichen Hanglagen der „Fränkischen Linie“ sind besonders betroffen. Es bedarf großer Anstrengungen durch die Waldbesitzer, wieder zukunftsfähige Mischwälder zu begründen. Vier Revierleiter der Bayerischen Forstverwaltung und die Waldbauernvereinigung Kulmbach-Stadtsteinach unterstützen sie dabei.

Zahlen, Daten und Fakten im Landkreis Kronach

Der Landkreis Kronach umfasst eine Gesamtfläche von rund 65.200 Hektar (ha). Davon zählen rund 18.400 ha zur Landwirtschaftsfläche (28%), die Waldfläche beträgt ca. 38.500 ha (59%). Es verbleiben 8.300 ha (13 %) für sonstige Flächen (z. B. Wohnen, Gewerbe, Industrie, Verkehr u. a.). Der Landkreis ist geprägt von Höhenlagen zwischen 286 m bis 771 m über NN, die Jahresdurchschnittstemperaturen betragen zwischen 5,4˚C und 7,8˚C, die Jahresniederschläge reichen von 750 bis 1000 mm. 

Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft
Im Landkreis sind 2,1 % der Erwerbstätigen in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigt. Diese erwirtschaften einen Anteil von 2,0 % der Bruttowertschöpfung. Aufgrund der Verflechtungen mit dem vor- und nachgelagerten Bereich hängt ca. jeder 7. Arbeitsplatz von der Land- und Forstwirtschaft ab.
Strukturwandel in der Landwirtschaft
Im Durchschnitt nimmt die Zahl der Betriebe jährlich um 3,5 % ab. Wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen wirken sich dabei nur gering aus. Die Aufgabe erfolgt oft im Zuge des Generationenwechsels. 29 % der Betriebe haben zurzeit einen sicheren Hofnachfolger.
Betriebsstrukturen in der Landwirtschaft
Im Landkreis wirtschaften 705 bäuerliche Familienbetriebe (Mehrfachantragsteller) mit einer durchschnittlichen Betriebsgröße von 25,2 ha. Fast die Hälfte der Betriebe bewirtschaftet weniger als 10 ha Fläche. 5 % der Betriebe bewirtschaften mehr als 100 ha, aber rund 25 % der gesamten LF.
34 % der Betriebe über 5 ha werden im Haupterwerb bewirtschaftet. Über 10 % der Betriebe wirtschaften nach Kriterien des ökologischen Landbaus.
Flächennutzung
Von den rund 17.600 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche werden rund 45% als Grünland und etwas mehr als die Hälfte der Fläche wird ackerbaulich genutzt. Fast zwei Drittel der Ackerfläche wird mit Getreide bestellt. Bei den Getreidearten dominieren Winterweizen (1504 ha) und Sommergerste (1026 ha). Die Vermarktung als Braugerste sichert die Rohstoffversorgung der Mälzer und Brauer.
Der Silomaisanbau liegt wieder auf dem Niveau der 1990er Jahre und ist in den letzten Jahren von 7% auf 9% der Ackerfläche angestiegen. Die Ackernutzungen bleiben in den letzten Jahren relativ konstant.
Etwa 80 % der Nutzfläche werden nach Vorgaben von Agrarumweltmaßnahmen und fast 17 % der Fläche werden nach Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet..
Milchviehhaltung
Zur Zeit halten die 136 Milchviehhalter im Landkreis rund 3900 Milchkühe. Daraus errechnet sich ein Durchschnittsbestand von 28,7 Kühen. Nur 24 Betriebe melken mehr als 50 Kühe. Wachstum findet fast nur bei Betrieben mit über 40 Kühen statt. Rund die Hälfte der Milchkühe wird in modernen und tiergerechten Laufställen gehalten.
Die Zahl der Milchviehhalter hat sich in den letzten 10 Jahren mehr als halbiert. Die Zahl der Milchkühe sank um ein Drittel, die angelieferte Milchmenge aber nur um ca. 4,4 %. Die durchschnittliche Milchleistung der Herdbuchbetriebe beträgt aktuell 7.833 kg je Kuh und Jahr. Nur 3 % der Milchviehbetriebe im Landkreis halten mehr als 80 Kühe. In diesen Betrieben werden aber bereits 18 % aller Kühe gehalten.
Eine Muttersau und ihre Ferkel in einer Bewegungsbucht © Tobias Hase/StMELF
Schweinehaltung
Die Schweinehaltung spielt landkreisweit nur eine untergeordnete Rolle. Es haben sich allerdings einige wenige Betriebe auf die Schweinehaltung spezialisiert.
Die rund 3.600 Mastschweine verteilen sich auf 75 Betriebe mit einem Durchschnitts-bestand von 53 Tieren. 10 Betriebe halten Zuchtsauen mit einem Gesamtbestand von rund 610 Tieren.
Forstwirtschaft
Der Landkreis Kronach ist mit fast 60 % Waldanteil eine der waldreichsten Landschaften in Bayern. Der Zuwachs der Wälder wird bei weitem nicht genutzt. Vor allem im kleinstrukturierten Privatwald befinden sich große Vorräte.
   
   
   
   
   
Fläche in Hektar Prozent
Privatwald 22.500 58 %
Staatswald 14.100 37 %
Kommunalwald 1.900 5 %
Gesamt 38.500
Baumartenverteilung
Die Fichtenwälder des Frankenwaldes sind seit dem Jahrhundertsommer 2003 Hauptschadensgebiet der Borkenkäfer Buchdrucker und Kupferstecher. Vor allem die südwestlichen Hanglagen der "Fränkischen Linie", das Rodachtal sowie der Rennsteig sind betroffen.
Es bedarf großer Anstrengungen durch die Waldbesitzer, wieder zukunftsfähige Mischwälder zu begründen. Vier Revierleiter der Bayerischen Forstverwaltung und die Waldbauernvereinigungen Frankenwald, Rennsteig und Kronach-Rothenkirchen unterstützen sie dabei.

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